Landschaftspflege
mit Schafen & Ziegen

Leistungen
- Beweidung mit Schafen / Ziegen von Naturschutzflächen
- Beweidung von privaten Grundstücken auf ökologisch sinnvolle Art und Weise
-Beweidung von Solarparks: Fortschritt und Tradition verbinden
Möchten auch Sie ihre Flächen ökologisch pflegen und so einen Beitrag zum Artenschutz leisten?
Dann treten Sie gern mit mir in Kontakt!
Beweidung von Trockenrasen im unteren Odertal: Eine Herzensaufgabe
Das untere Odertal ist ein Ort von beeindruckender Schönheit und zugleich eine Landschaft voller Herausforderungen. Deutschlands einziger Flussauen-Nationalpark besteht nicht nur aus dem leuchtend grünen Gras der Polder-Wiesen. Tatsächlich liegen im Unteren Odertal die wärmsten und trockensten Standorte Deutschlands in unmittelbarer Nähe zu den feuchtesten. Diese Gegensätze machen den besonderen Reiz des Unteren Odertals aus. Brandenburg besteht, wie schon in seiner Hymne »Märkische Heide« besungen, nicht nur aus Sumpf, sondern auch aus Sand.
Die weitläufigen Trockenrasenflächen, mit ihrem besonderen Artenreichtum und ihrer ökologischen Bedeutung, sind nicht nur eine Augenweide, sondern auch ein empfindliches Ökosystem, das gepflegt werden muss. Für mich und meine Schafe und Ziegen ist die Beweidung dieser Flächen mehr als nur Arbeit – es ist eine Aufgabe, die mich mit tiefer Zufriedenheit erfüllt.
Trockenrasen entstanden durch eine jahrhundertelange Zusammenarbeit von Mensch und Tier. Ohne regelmäßige Beweidung würden diese wertvollen Flächen mit Sträuchern und Bäumen zuwachsen, und viele seltene Pflanzen und Tiere würden ihren Lebensraum verlieren. Pflanzen wie die Sand-Strohblume, der Wacholder oder Orchideenarten gedeihen nur dort, wo die Vegetation niedrig bleibt. Auch Insekten, Vögel und Reptilien sind auf diese offenen, sonnenverwöhnten Lebensräume angewiesen.
Meine Schafe und Ziegen leisten hier einen unschätzbaren Beitrag. Die Schafe mit ihrem ruhigen Wesen grasen selektiv und sorgen dafür, dass das Gras nicht zu dicht wird, während die neugierigen und agilen Ziegen auch Sträucher und härtere Pflanzen zurückdrängen. Gemeinsam schaffen sie eine Balance, die das Wachstum der vielfältigen Pflanzenwelt ermöglicht und den Trockenrasen offen hält.
Doch es geht nicht nur um die Tiere oder die Pflanzen – es geht auch um eine tiefe Verbindung zur Landschaft. Wenn ich mit meiner Herde auf den Hügeln und Wiesen des unteren Odertals unterwegs bin, spüre ich eine besondere Harmonie. Die Arbeit mag anstrengend sein, aber sie erdet mich und erinnert mich daran, wie wertvoll diese Landschaft ist.
Die Beweidung ist für mich auch ein Weg, traditionelle Schäferei lebendig zu halten. Sie verbindet altes Wissen mit modernen Herausforderungen wie dem Naturschutz. Es ist ein Kreislauf: Meine Tiere erhalten das Land, und das Land gibt ihnen Nahrung und Lebensraum. Diese Symbiose zeigt mir immer wieder, wie eng Mensch, Tier und Natur miteinander verbunden sind.
Natürlich ist die Arbeit nicht immer einfach. Wetterumschwünge, politische Rahmenbedingungen oder die Präsenz von Wildtieren wie dem Wolf stellen mich immer wieder vor neue Herausforderungen. Aber genau das macht die Aufgabe so erfüllend – zu sehen, wie meine Herde und ich Teil eines größeren Ganzen sind, das bewahrt und geschützt werden muss.
Ich fühle mich privilegiert, mit meinen Schafen und Ziegen einen Beitrag zum Erhalt der Trockenrasen im unteren Odertal leisten zu können. Für mich ist es mehr als ein Job – es ist eine Herzensangelegenheit und ein Lebensstil, der im Einklang mit der Natur steht. Wenn ich morgens in den Tag starte und meine Tiere über die Trockenrasen ziehen sehe, weiß ich: Genau hier bin ich richtig.
