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Schafe auf freiem Feld

Zur guten Hirtin

Neuanfang in einem aussterbenden Beruf

Der Weg zur Schäferin: Ein Neuanfang mit großen Träumen

Manchmal führt das Leben auf unerwartete Wege. Für mich begann dieser Weg 2023 – mit drei Schafen und dem Wunsch, mich selbst mit Milch, Wolle oder auch mal Fleisch versorgen zu können. Was als privates Hobby begann, entwickelte sich schnell zu einer Leidenschaft, die mich bis heute jeden Tag antreibt. Ein inneres Feuer begann zu lodern..

Aus den ersten drei Schafen wurde bald eine kleine Herde: Knapp 30 Schafe / Ziegen und drei Herdenschutzhunde sind es derzeit. Immer noch klein, aber fleißig am wachsen.

Noch bin ich keine Schäferin im klassischen Sinne, aber ich bin auf dem Weg dorthin. Es ist ein langsames, stetiges Wachsen – der Herde, der Erfahrung und der Überzeugung, dass dieser Beruf eine Zukunft hat.

Was mich besonders begeistert, ist die Rolle, die unsere Tiere in der Landschaftspflege spielen. Sie sind nicht nur Tiere, die ich liebe, sondern auch Hüter unserer Kulturlandschaft. Sie halten Wiesen offen, fördern die Artenvielfalt und schaffen Lebensräume für unzählige Pflanzen und Tiere. Jedes Mal, wenn ich sie beim Grasen beobachte, spüre ich, wie wichtig diese Arbeit ist – auch wenn sie für die meisten Menschen nicht einmal sichtbar ist.

Natürlich ist der Weg zur Schäferin kein leichter. Es gibt vieles, was ich noch lernen muss: von der Tiergesundheit über die Weidepflege bis hin zur Frage, wie ich eines Tages meinen Lebensunterhalt damit verdienen kann. Aber genau das macht diesen Weg so spannend. Jeder Schritt, sei es das erste Lamm, das ich großziehen durfte, oder eine neue Herausforderung, die ich meistere, bringt mich meinem Traum ein Stück näher.

Durch den Schafzuchtverband Berlin / Brandenburg fülhle ich mich gut beraten und unterstützt, um das umsetzen zu können, was mit vorschwebt.

Für mich ist die Schäferei nicht nur eine Möglichkeit, meinen Lebensunterhalt zu verdienen – es ist eine Lebensweise. Es ist eine Art, im Einklang mit der Natur zu arbeiten, Verantwortung für die Tiere und die Landschaft zu übernehmen und eine Tradition fortzuführen, die heute wichtiger denn je ist.

Noch ist meine Herde klein, und der Weg ist lang. Aber jeder Tag – von den frühen Stunden auf der Weide bis zu den Momenten, in denen die Hunde sich zufrieden neben die Herde legen – zeigt mir, dass es sich lohnt. Ich bin noch am Anfang, aber ich freue mich darauf, weiterzuwachsen, mit der Herde, mit meinen Fähigkeiten und mit meiner Liebe zu diesem besonderen Beruf.

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